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Verglichen mit September 2020 verzeichnen die Baukosten für den Wohnhaus- und Siedlungsbau einen Anstieg um 14 Prozent. Auch die Bausparten Tiefbau, Straßenbau, Brückenbau und Siedlungswasserbau sind im Vergleich zum Vorjahr gestiegen.

Im September 2021 lag der Baukostenindex (Basis 2020) für den Wohnhaus- und Siedlungsbau laut Berechnungen von Statistik Austria bei 114,2 Indexpunkten. Verglichen mit September 2020 entspricht das einem Anstieg von 14,0 Prozent. Gegenüber dem Vormonat August 2021 sank der Index um 0,2 Prozent. Die Tiefbausparten verzeichneten ebenfalls allesamt Kostenanstiege. So erreichte der Index für den Straßenbau 110,3 Punkte und lag damit um 10,6 Prozent über dem Wert von September 2020 (+0,2 Prozent im Vergleich zu August 2021). Der Brückenbau hielt bei 119,2 Indexpunkten, die Kosten stiegen somit um 19,6 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat. Im Vergleich zum Vormonat sank der Index um 0,3 Prozent. Die Kosten für den Siedlungswasserbau (110,2 Punkte) stiegen gegenüber September 2020 um 10,0 Prozent und gegenüber August 2021 um 0,1 Prozent.

„In den vergangenen fünf Jahren haben die Baukosten im Wohnhaus- und Siedlungsbau um 23,5 Prozent zugelegt. Im selben Zeitraum fiel der Anstieg der allgemeinen Inflationsrate mit 10,6 Prozent deutlich geringer aus. Die stärksten Kostentreiber im September 2021 im Wohnungsbau waren einmal mehr Holz, Polystyrol und Schaumstoffplatten. Auch die Kosten für Kunststoffwaren sind weiter erheblich gestiegen“, erklärt Tobias Thomas, Generaldirektor von Statistik Austria. Im Tiefbau waren die steigenden Kosten für Diesel und Treibstoff sowie für bituminöses Mischgut hauptverantwortlich für den Kostenanstieg. Starke Preisanstiege im Vergleich zum September 2020 verzeichneten auch die durch Stahlprodukte geprägten Warengruppen, was sich insbesondere im Brückenbau niederschlug.