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Immoflash

Der fromme Wunsch nach niedrigen Eigentumwohnungskosten wird wohl ein solcher bleiben. Denn die Baukosten - und damit der wesentlichste Faktor der Immobilienkosten - ist 2023 weiter gestiegen. In Kombination mit den ebenfalls kräftig höheren Finanzierungskosten ist das ein explosives Gemisch.Der Baupreisindex für den Hoch- und Tiefbau (Basisjahr 2020) betrug im Jahresdurchschnitt 2023 121,5 Indexpunkte und stieg somit gegenüber dem Vorjahr um 5,1 Prozent. Im 4. Quartal 2023 verzeichnete der Index 121,6 Punkte und erhöhte sich damit gegenüber dem Vorjahresquartal (+2,4 Prozent). Im Vergleich mit dem Vorquartal blieb der Index auf dem gleichen Niveau. Besonders kräftig war dabei der Anstieg im Hochbau. Der gesamte Hochbau hielt bei einem Indexstand von 134,5 im Jahresdurchschnitt 2023 und einem Plus von 7,5 Prozent im Vergleich zu 2022, ähnlich wie auch die beiden Hochbausparten Wohnhaus- und Siedlungsbau (133,4 Punkte, +7,4 Prozent) und sonstiger Hochbau (136,0 Punkte, +7,7 Prozent). Im 4. Quartal stieg der gesamte Hochbau auf 134,4 Indexpunkte (+3,2 Prozent zum Vorjahresquartal; −0,1 Prozent zum Vorquartal). Die beiden Hochbausparten Wohnhaus- und Siedlungsbau sowie sonstiger Hochbau wiesen im selben Zeitraum einen Indexstand von 133,4 bzw. 135,9 auf, womit sich diese Indizes gegenüber dem Vorjahr um 3,3 Prozent bzw. 3,2 Prozent erhöhten. Der gesamte Tiefbau erreichte im Jahresdurchschnitt 2023 einen Indexstand von 103,5 Punkten (+1,1 Prozent gegenüber 2022) und stieg somit wesentlich geringer an als der Hochbau. Im 4. Quartal 2023 erreichte der Index 103,9 Punkte (+0,9 Prozent zum Vorjahresquartal; +0,3 Prozent zum Vorquartal). Innerhalb der einzelnen Tiefbausparten ergaben sich im Jahr 2023 Indexbestände von 104,2 Indexpunkten für den Straßenbau (+1,3 Prozent zum Vorjahr), 105,0 Punkten für den Brückenbau (+1,4 Prozent zum Vorjahr) und 102,6 Punkten für den sonstigen Tiefbau. Im Hochbau trugen im Jahr 2023 vor allem die Bauleistungen der Professionisten wie Elektroinstallationen, Gas- und Wasserinstallationen sowie Arbeiten im Bereich Heizungsanlagen, Wärmetauscher, Lüftungszentralgeräte zu den erheblichen Preisanstiegen bei. Die wesentlichsten Preiserhöhungen gab es hierbei in den ersten beiden Quartalen. Im Tiefbau waren in den einzelnen Sparten unterschiedliche Leistungsgruppen für die Preisanstiege im Jahr 2023 verantwortlich. Für spürbare Preiserhöhungen im Straßenbau und sonstigen Tiefbau sorgten teurere Schächte und Abdeckungen sowie im Straßenbau zusätzlich das Segment Straßenausrüstung, Rückhaltesysteme. Im Brückenbau und sonstigen Tiefbau waren die Preisanstiege bei bituminösen Trag- und Deckschichten Tragschichten weitere Elemente für die Teuerung.