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Der Immobilienmarkt scheint sich zu verändern - und damit auch absehbar wieder Chancen für clevere Rechner zu eröffnen. "Wir beobachten schon seit einigen Monaten, dass die Nachfrage nach Immobilien von einem unglaublich hohen Niveau zurückgeht und das Angebot steigt", erklärt Bernhard Reikersdorfer, Geschäftsführer von RE/MAX Austria, "eine Trendwende zeichnet sich ab." Erstmals seit längerer Zeit gab es im 1. Halbjahr weniger Verkäufer als im Vorjahresvergleich, konkret um Minus drei Prozent, das sind immerhin 2331 weniger an Transaktionen. Aber es sind immer noch um +10,3 Prozent mehr als 2020, um +15,7 Prozent mehr als 2019 und das Doppelte von 2013. Beim Transaktionswert findet sich jedenfalls keine Spur von Marktmüdigkeit. Mit 21,73 Mrd. Euro wurde im ersten Halbjahr 2022 erstmals die 20-Milliarden-Euro-Hürde genommen und gleichzeitig 2,12 Mrd. Euro, also +10,8 Prozent draufgesetzt. "Der Zuwachs wurde vor allem von Wien und der Steiermark, aber auch von Ober- und Niederösterreich mitgetragen. Damit hat sich der Immobilienhandelsumsatz im ersten Halbjahr seit 2019 und 2020 um ein Drittel erhöht und gegenüber 2015 und davor mehr als verdoppelt", ordnet Reikersdorfer die Zahlen ein.

Allerdings: Aufgrund der Dauer eines Immobilienkaufes von der ersten Besichtigung bis zur vollständigen Verbücherung im Grundbuch beinhalten diese Zahlen auch noch Effekte aus 2021 und der Zeit vor dem 24. Februar 2022, als für viele fast alles machbar und möglich schien. "Mittlerweile treibt die Inflation - zuerst über das Material und jetzt über das Personal - die Neubaukosten und nagt jetzt auch heftig am angesparten Eigenkapital für Neuanschaffungen", analysiert Anton Nenning, Re/Max-Austria-Experte. Beim Gesamtwert kommt das größte Plus mit rund +790 Mio. Euro von Wohnungen, +420 Mio. Euro von Gebäuden und +360 Mio. Euro von Zinshäusern. Bemerkenswert ist auch der Einbruch bei Bürogebäuden von -260 Mio. Euro.

Wenn die Grundstückshandelsmenge massiv einknickt, dann sind das die Einfamilienhäuser, die in den nächsten Jahren nicht gebaut werden. "Wenn der Bürogebäudeumsatz trotz fast konstanter Menge um beinahe die Hälfte zurückgeht, dann sind darin auch Homeoffice-Auswirkungen und Downsizing-Maßnahmen als Ursache versteckt," so Re/Max-Experte Anton Nenning.

Steiermark legte übrigens um 9,2 Prozent und Salzburg +3,6 Prozent zu. Auch Niederösterreich behauptet sich mit -2,7 Prozent noch besser als der Bund. Am schlechtesten sieht es in Vorarlberg mit -10,7 Prozent und in Oberösterreich mit -9,5 Prozent aus. Auch Tirol stöhnt mit -6,4 Prozent und Kärnten mit -5,2 Prozent.