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Auch eine mögliche Folge des derzeitigen Baubooms in Deutschland: Die Nachfrage an fähigem Personal steigt - dezidiert sind dieser Tage besonders Ingenieure gefragt. Das ist das Ergebnis des neuen Ingenieurmonitors des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) im Auftrag des Vereins Deutscher Ingenieure (VDI).

Demnach waren im zweiten Quartal 2017 in Deutschland durchschnittlich 78.380 offene Stellen zu besetzen. Verglichen zum Vorjahresquartal legte die Arbeitskräftenachfrage insgesamt um mehr als 13 Prozent zu. Haupttreiber dieser Entwicklung ist die weiterhin hohe und zunehmende Nachfrage nach Bauingenieuren. In diesem Bereich wird es zunehmend schwierig, die Arbeitskräftenachfrage zu decken. Der Baubereich verzeichnete, wie bereits in den vergangenen Quartalen, die größte Nachfrage nach Ingenieuren und vereinte mit knapp 30.000 offenen Stellen rund 38 Prozent des gesamten Stellenangebots in den Ingenieurberufen auf sich. In Folge der wachsenden Nachfrage bei einem sinkenden Arbeitskräfteangebot verfestigen sich im Baubereich die Engpässe, was sich allen voran bei öffentlichen Bau- und Sanierungsvorhaben bereits bemerkbar macht. So mussten Kommunen teilweise aktuelle Bauvorhaben oder Sanierungspläne verschieben oder gar auf Eis legen. Mit 465 zu besetzenden Stellen je 100 Arbeitslosen war im Baubereich auch der größte Engpass im zweiten Quartal 2017 feststellbar. Der VDI sieht angesichts der sich verschärfenden Engpasssituation in den Ingenieurberufen Handlungsbedarf. Dieser liege darin, Engpässe abzubauen und offene Stellen in den Ingenieurberufen zügig zu besetzen. Dabei gelte es, so der VDI, alle vorhandenen Fachkräftepotenziale zu aktivieren sowie die Ausbildung des Fachkräftenachwuchses weiter zu fördern. Nur so könne es gelingen, aktuelle wie künftige Herausforderungen zu meistern.