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Immobilienball 2023 -
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Hohe Strompreise, exorbitant gestiegene Gaspreise und die Angst vor dem Ausbleiben laufender Gaslieferungen begleiten uns in den kommenden Winter.

Gleichzeitig wird der politische und gesellschaftliche Druck immer stärker von fossilen Energieträgern wegzukommen und erneuerbare Energieträger zu forcieren.

Nach derzeitigem Stand dürfen ab 2023 im Bereich neuerrichtender Wohnbauten keine Gasheizungen mehr installiert werden und bestehende Gasheizsysteme nur mehr bis 2040 weiterbetrieben werden.

Während es im Bereich der Neubauten bereits verschiedenste Modelle gibt um von Gasheizsystemen wegzukommen bereitet dieses Thema vor allem Eigentümern von Bestandsimmobilien im städtischen Bereich große Sorgen.

Aber wie bei jedem einschneidenden Umbruch bieten sich auch hier für vorausschauenddenkende Eigentümer Chancen ihre Immobilien nachhaltig zu sanieren und damit im Zusammenspiel mit Förderungen und Steuervorteilen interessante Wertsteigerungen zu erzielen.

Ein richtungsweisendes Pilotprojekt läuft zurzeit in Bestandsimmobilien der Sozialbau AG in Wien.

Hier wurden im Bereich des Dachbodens große Luftwärmepumpen installiert an die, die vorhandenen Etagenheizkreisläufe der einzelnen Wohnungen, anstelle der vorher vorhandenen Gastherme, angeschlossen wurden.

Nachdem die Zuleitung der einzelnen Wohnungen zu der zentralen Wärmepumpe am Dachboden durch die nunmehr ungenutzten Kamine erfolgen konnte stellte sich die notwendige Investition pro Wohnung als sehr gering heraus. Es wurden nunmehr an der Stelle der vorherigen Gasthermen elektrische Warmwasserspeicher mit 80 bis 120 Liter installiert. In einem weiteren Schritt sollen diese durch einen Sammelspeicher für alle Wohnungen ersetzt werden. Zusätzlich können auf den Dächern vieler Bestandsimmobilien Photovoltaikanlagen installiert werden, die den Strom für die Wärmepumpen liefern.

Die Ergebnisse dieses Pilotversuchs sind vielversprechend und weisen den Weg zu hohen CO2 Einsparungen, bei gleichzeitiger Abnahme der Abhängigkeit von externen Gas-& Öl Lieferanten. Die Entwicklungen bleiben auf jeden Fall spannend.