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Während in den anderen deutschen Metropolen Wohnraum langsam knapp wird, läuft die Pipeline in Hamburg auf vollen Touren. Laut einer Analyse von Colliers International ist erneut mit einer fünfstelligen Anzahl an Wohnungsgenehmigungen und -Fertigstellungen zu rechnen. Mit knapp 6.500 Haushalten sei das Wachstum mit plus 0,6 Prozent sowohl das höchste nominelle wie auch prozentuelle Wachstum innerhalb der deutschen Big Seven verzeichnet worden. In den vergangenen fünf Jahren sei der Wohnungsbestand in Hamburg um über 50.000 Haushalte gewachsen, so Colliers weiter.

Die Wohnungspipeline wirkt sich entsprechend auf die Mieten aus: Die Mieten für Bestandwohnungen haben bisher in 2021 nur leicht zugenommen und liegen in allen Preissegmenten unter einem Wachstum von 0,50 Euro pro Quadratmeter und somit aktuell bei 11,95 Euro pro Quadratmeter. Bei den Neubaumieten ist ebenfalls nur ein geringer Anstieg zu verzeichnen. Mieten im oberen Preissegment liegen derzeit bei über 15,00 Euro pro Quadratmeter.

Wesentlich dynamischer sei die Preisentwicklung bei Eigentumswohnungen. Nach zunächst moderaten Preisanstiegen verteuerten sich sowohl Bestands- als auch Neubauwohnungen bis zum Jahr 2020 stark und zeigten in der ersten Jahreshälfte 2021 sogar noch höhere Preiswachstumsraten. Demanch liegen die Kaufpreise pro Quadratmeter eines Neubaus im ersten Halbjahr dieses Jahres bei durchschnittlich 6.190 Euro, im Bestand bei 5.430 Euro.

Dementsprechend stieg auch das Investmentvolumen für Eigentumswohnungen trotz rückläufiger Fallzahl auf über 3,0 Milliarden Euro im Jahr 2020. Trotz sinkendem Umsatz von 1.932 Millionen auf 1.454 Millionen Euro auf dem Markt für Mehrfamilienhäuser ist das Gesamtvolumen somit weiterhin auf dem hohen Niveau der Vorjahre.