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ÖVI Winterseminar -
9. Immobilienforum Wien 2024 -
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In Österreich ist dem europaweiten Trend folgend die Investmentaktivität im ersten Quartal 2023 deutlich zurückgegangen - sowohl im Vergleich zum Vorquartal als auch zum Vorjahr. Die Talsohle wurde aber wohl bereits durchschritten. Das zeigt eine Marktanalyse von Arnold Immobilien.

Die abwartende Haltung der Investoren zeigt sich im geringen Investmentvolumen von rund 445 Millionen Euro im ersten Quartal. Rund die Hälfte des Transaktionsvolumens entfiel auf die Assetklasse Büro, gefolgt von Wohnen mit 22 Prozent, Industrie- und Logistikimmobilien (15 Prozent) sowie Hotels (13 Prozent).

"Wir sehen allerdings, dass immer mehr Investor:innen aktiv werden, insbesondere die eigenkapitalstarken", erklärt Markus Arnold, Alleineigentümer und CEO von Arnold Immobilien, und ergänzt: "Selten wie nie zuvor waren so viele hochwertige Objekte am Markt verfügbar - die übrigens alle off-market gehandelt werden. Davon profitieren speziell die First Mover!"

Aktuell sind mit einem Anteil von rund 66 Prozent vor allem nationale Investor:innen aktiv, ein Trend, der auch in anderen westeuropäischen Märkten wie z. B. Deutschland und den Niederlanden zu beobachten ist.

2023 war der Investmentmarkt von einer langsamen, aber stetigen Annäherung der Kaufpreisvorstellungen zwischen Käufer:innen und Verkäufer:innen geprägt. Seit Beginn des zweiten Quartals 2023 treffen die neuen Rendite- und Kaufpreislevel der laufenden Verkaufsprozesse bereits auf ein deutlich höheres Interesse auf der Käufer:innenseite.

Positive Fundamentaldaten aus den Bereichen Tourismus und Einzelhandel sowie eine Stabilisierung der langfristigen Finanzierungskosten trotz weiterer geringfügiger Leitzinserhöhungen untermauern die Einschätzung von Arnold Immobilien, dass die Talsohle des Immobilienzyklus bereits durchschritten wurde.

Weitere Zinsanhebungen der EZB im Frühjahr 2023 sowie der Mieterhöhungen sowohl bei den Marktmieten als auch bei den indexgebundenen Bestandsmieten führten im ersten Quartal 2023 zu einem neuerlichen Anstieg der Anfangsrenditen. Die Spitzenrendite für Wiener Bürogebäude stieg um 30 Basispunkte auf aktuell 4,00 Prozent und in dezentralen Bürolagen auf rund 4,85 Prozent. Die Nettoanfangsrenditen im Wohnungsneubau in den dynamischen Investmentlagen in Wien (äußere Bezirke) und Graz lagen zum Ende des ersten Quartals 2023 bei 4,00 Prozent und 4,50 Prozent. Bei den Spitzenrenditen für Wiener Hotelimmobilien mit Pachtvertrag wurden deutliche Anpassungen mit +40 Basispunkten auf 5,10 Prozent im ersten Quartal 2023 registriert.

"Die Zeit des Abwartens scheint vorbei zu sein, die Nachfrage hat sich wieder deutlich verstärkt, was aktuelle Deals in Deutschland untermauern. Weitere sowohl in Österreich als auch in anderen europäischen Niederlassungen stehen bereits kurz vor dem Abschluss", berichtet Arnold, der mittlerweile mit zehn eigenen Niederlassungen europaweit aktiv ist.