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Steigende Preise für Energie und Baustoffe, neue Kreditvergaberichtlinien und das Ende der Nullzinspolitik auf europäischer Ebene: Mit diesen Themen werden derzeit alle jene konfrontiert, die über die Anschaffung von Immobilien oder auch den Bau eines Eigenheims nachdenken. Die IMMOcontract, die mit zehn Standorten in Niederösterreich vertreten ist, hat die Preisentwicklung in den einzelnen Regionen analysiert. Sascha Haimovici, CEO IMMOcontract: "Ganz grob lässt sich sagen, dass je weiter man sich in Niederösterreich von Wien entfernt - also über den sogenannten Speckgürtel hinaus - desto günstiger und somit leistbarer werden die Immobilien, auch wenn insgesamt über die letzten Jahre hinweg wie überall ein Preisanstieg zu bemerken war."

Ein gutes Beispiel ist hier das nördliche Niederösterreich, das von einem starken Zuzug - vor allem von jungen Familien - in der Corona-Zeit geprägt war und weiterhin ist. Dieser Trend hat natürlich auch Einflüsse auf den Immobilienmarkt, erläutert Michael Mack, Geschäftsführer der IMMOcontract: "Besonders am Häusermarkt haben die Preise um rund 65 Prozent zugelegt, das liegt über dem durchschnittlichen Preisanstieg in Rest-Niederösterreich, der aufgrund der Erfahrung unserer Büros kumuliert bei rund 40 Prozent liegt." Während der durchschnittliche Quadratmeterpreis 2020 für Einfamilienhäuser in der Region noch bei 793, - Euro/m2 lag, sind die Preise 2022 auf rund 1.303,-/m2 gestiegen. Allerdings gilt es auch hier regional zu unterscheiden, der Preis für ein Einfamilienhaus im Bezirk Horn ist immerhin um 80 Prozent teurer, als ein Haus im Bezirk Gmünd. "Allerdings: Wenn man das in Relation zu den Wiener Preisen setzt - hier liegt der durchschnittliche Quadratmeterpreis für ein Einfamilienhaus aktuell bei rund 6.027,- Euro/m2 sieht man, dass das nördliche Niederösterreich insgesamt noch sehr günstig ist", ergänzt Sascha Haimovici.

Aber auch im näheren, infrastrukturell gut erschlossenen Einzugsgebiet zur Bundeshauptstadt findet man Orte, die vergleichsweise leistbar und damit auch im Rahmen der neuen Kreditvergaberichtlinien (u.a. zumindest 20 Prozent Eigenkapital) finanzierbar sind. "In der Region um St. Pölten - hier vor allem in Richtung Traisental oder auch Pressbaum liegt der Quadratmeterpreis für Einfamilienhäuser bei rund 3.500,- Euro/m2. Noch günstiger sind die Regionen um Gänserndorf und Mistelbach, wo man im Schnitt mit knapp 2.000,- Euro/m2 rechnen muss", analysiert Michael Mack.

Auch bei den Wohnungspreisen sind die Preise rund um Wien noch erschwinglicher als innerhalb der Wiener Stadtgrenzen. Wenngleich die Immobilienpreise für Wohnungen in Mödling, Wien-Umgebung und Tulln zu den teuersten in ganz Niederösterreich zählen, zahlt man in Mödling für eine gebrauchte Eigentumswohnung im Durchschnitt nur rund 3.800,- Euro/m2 (Wien:4.900,- Euro/m2).

Sascha Haimovici: "Niederösterreich weist - nach dem Burgenland - mit ca. 72 Prozent die zweithöchste Eigentumsquote Österreichs auf, wobei vor allem die Einfamilienhausbebauung prägend ist. Diese hat auch im Wiener Umland in den letzten Jahren stark zugenommen - ein Trend, den wir aus heutiger Sicht auch weiter beobachten werden können. Damit werden auch die Preise weiter steigen."

Michael Mack: "Die Rückmeldung aus unseren zehn Standorten in ganz Niederösterreich ergibt ein sehr heterogenes Bild in Bezug auf die Marktpreise der unterschiedlichen Immobilienarten. Beispielsweise sind die Grundstückspreise rund um Wien am höchsten: In Mödling können Verkäufer Preise von bis zu EUR 550,- Euro/m2 verlangen, während man in Gmünd nur etwa 45,- Euro/m2 zahlt. Dies bedeutet auf der anderen Seite, dass leistbares Wohnen oder Bauen in Niederösterreich sehr gut möglich ist, sofern man bereit ist, sich auf regionale Gegebenheiten einzulassen und beispielsweise - etwa, wenn sich der Arbeitsplatz in Wien befindet - längere Wege in Kauf nimmt. Dafür gewinnt man auf der anderen Seite leistbare Lebensqualität."