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ESGflash

Eine aktuelle Studie, durchgeführt vom Düsseldorfer Marktforschungsinstitut Moweb Research im Auftrag der Kölner Firma Ubirch, zeigt auf alarmierende Weise, dass Unternehmen im ersten Jahr der Umsetzung der Corporate Sustainability Reporting Directive (CSRD) von einem verheerenden Lösungschaos und von mangelnder Aufklärung bedroht sind.

Unübersichtlichen Dschungel

Die steigende Bedeutung von Umwelt-, Sozial- und Governance-Aspekten (ESG) sowie der CSRD für Unternehmen werden durch globale gesetzliche Regelungen vorangetrieben. Doch die Umsetzung dieser Anforderungen entpuppe sich als Desaster. Unternehmen würden vor einem unübersichtlichen Dschungel von verschiedenen ESG-Tools, während klare Standards und einheitliche Richtlinien fehlen.

Die Studie, in der über 200 ESG-Verantwortliche aus verschiedenen Unternehmen befragt wurden, zeigt erschreckende Ergebnisse. Obwohl bereits 73 Prozent eine ESG-Lösung in ihrem Unternehmen einsetzen, nennen im Mittel nur zwei der Befragten dieselbe. Und auch bei den genutzten Nachhaltigkeitsstandards gebe es ein großes Durcheinander.

Von den Firmen, die an ihre Kundinnen und Kunden Nachhaltigkeitsdaten senden müssen, fühlen sich drei von fünf nicht ausreichend informiert, um die gesetzlichen Anforderungen zu erfüllen. Diese eklatante Wissenslücke bei einer Mehrheit der Datenlieferanten behindert die wirksame Umsetzung der Vorschriften erheblich, während der Druck und die Anforderungen unaufhörlich steigen. Unternehmen kämpfen im Dschungel der ESG-Software - ohne klare Standards und einheitliche Richtlinien.

Offensichtliches Informationsdefezite

Das offensichtliche Informationsdefizit verdeutlicht die dringende Notwendigkeit für Angebote, die Unternehmen mit dem erforderlichen Wissen zu versorgen. Ubirch betont die Rolle von informierenden Initiativen, um die ESG-Umsetzung zu erleichtern.

Stephan Noller, CEO von Ubirch, warnt: „Der ESG-Markt befindet sich in einer kritischen Phase, in der ein zersplittertes Feld von Anbietern und Reporting-Standards die Zusammenarbeit erschwert. Das Lavieren im Labyrinth der Lösungsanbieter macht Unternehmen zu schaffen. Nachdem aber für das Management und die Reduktion von Emissionen in Scope 3 die Kooperation vieler Unternehmen und die Vergleichbarkeit der Daten unerlässlich sind, muss dringend für Standardisierung und Konsolidierung gesorgt werden.“

Die brisante Studie offenbart zudem, dass 86 Prozent der Unternehmen im Scope 3 mit Realdaten arbeiten wollen, um Glaubwürdigkeit und Transparenz zu gewährleisten. Doch in diesem Bereich dominieren derzeit Unsicherheit und uneinheitliche Praktiken.

Mit dem Inkrafttreten der CSRD-Richtlinie ab dem Geschäftsjahr 2024 wird für viele Großunternehmen die Lage noch brisanter. Ubirch sieht die Dringlichkeit und bietet mit seinem ESG Data Exchange Network die Möglichkeit an, den Datenaustausch zwischen Unternehmen erheblich zu vereinfachen und somit einen Beitrag zur Bewältigung der Herausforderungen zu leisten.