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ÖVI Winterseminar -
9. Immobilienforum Wien 2024 -
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Nach einer jahrzehntelangen Phase ungebrochenen Wachstums hat sich der Immobilienmarkt in Österreich wieder normalisiert. Laut aktuellem Re/Max-ImmoSpiegel 2022, der von Re/Max Research und ImmoUnited erstellt wurde, gab es 2022 eine Korrektur um 10,3 Prozent auf 146.526 Einheiten. "Der Immobilienmarkt 2022 war zweigeteilt. Das sehr knappe Angebot und die sehr hohe Nachfrage nach Immobilien führte im ersten Halbjahr zu steigenden Preisen und zu einem leichten Rückgang bei den Verbücherungszahlen." erklärt Bernhard Reikersdorfer, Managing Director von Re/Max Austria. "Das zweite Halbjahr war hingegen gekennzeichnet vom steigenden Zinsniveau, den strengeren Kreditvergaberichtlinien, der hohen Inflation und der allgemeinen Verunsicherung. Dies führte zu einer spürbar niedrigeren Nachfrage, einem deutlich höheren Angebot und zu einem Abflachen der Preiskurve. Die Anzahl der Immobilienverkäufe ging im Jahresvergleich deutlich zurück. Aufgrund der derzeit vorherrschenden Rahmenbedingungen ist auch im Jahr 2023 mit einem weiteren Rückgang bei den Immobilienverkäufen zu rechnen", führt er weiter aus. Generell gehen die Mengen von Wohnungen, Grundstücke, Gebäude, PKW-Abstellplätze, Einfamilienhäuser nach unten. Mehrfamilienhäuser, Grundstücke, Bürogebäude, Dachgeschoßwohnungen und Wohnungen liegen mit jeweils mehr als minus 100 Millionen Euro unter dem Vorjahr. Nur Zinshäuser und Gebäude am See legen gegen den Trend wertmäßig deutlich zu und retten die Umsatzstatistik.

In Gesamtösterreich verzeichnete Re/Max einen Rückgang der Immobilien-Verbücherungen um -10,3 Prozent auf 146.526 Stück. Der verbücherte Verkaufswert stieg um +1,9 Prozent auf 44,0 Milliarden Euro.

In den Bundesländern waren Kärnten, Oberösterreich, Burgenland, Wien - Wien hatte einen Immobilien-Verkaufswert von 13,3 Milliarden Euro - und Salzburg wertmäßig im Plus; Niederösterreich, Steiermark und Vorarlberg leicht im Minus und Tirol spürbar negativ. Die Top-Bezirke in Wien waren nach ihrem Verkaufswert: Donaustadt (1,758 Millionen Euro), Döbling (919 Millionen Euro), Leopoldstadt (908 Millionen Euro), Penzing (815 Millionen Euro) und Landstraße mit 753 Millionen Euro. Die stärkste Landbezirke nach Verkaufswert waren Kitzbühel (1,294 Milliarden Euro), Mödling (964 Millionen Euro), Salzburg-Umgebung (964 Millionen Euro), Bregenz (879 Millionen Euro), Innsbruck-Land (862 Millionen Euro); Baden (839 Millionen Euro), Linz-Land (818 Millionen Euro), Feldkirch (756 Millionen Euro), Graz-Umgebung (702 Millionen Euro), Villach (Stadt + Land mit 641 Millionen Euro).