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Der Normalzustand auf der Zinsenfront, der seit einigen Monaten wieder eingetreten ist, dürfte auch die tatsächlich nun das langfristig neue Niveau sein und bleiben. LBBW-Bank Immobilienvorstand Thorsten Schönenberger ging bei einem im Vorfeld der MIPIM stattgefundenen Presseempfang davon aus, das Zinsniveau lange nicht mehr auf das Niveau der letzten Jahre zurück gehen wird. Rund 3,5 bis vier Prozent sei das neue Zielniveau meinte er. Sein Kollege von der bf direkt Bankengründer und CEO Francesco Fedele pflichtete ihm bei. Dass es in diesem Jahr noch zwei bis drei, allerdings kleinere Zinsschritte geben wird, war man sich ebenfalls einig.

Gleichzeitig sieht er die Immobilienpreise aber recht stabil. Die Hamborner COO Sarah Verheyen berichtete von der kürzlichen Portfolio-Neubewertung: Mit einer minimalen Abwertung von zwei Prozent - und damit weit innerhalb der Bewertungsbandbreiten - zeigte sich das Portfolio als felsenfest.

Viel grösser als die Zinsenentwicklung wird übrigens das Gefahrenpotenzial für die gesamte Branche durch ESG gesehen. Nur ein kleiner Bruchteil der Branche sei darauf bereits vorbereitet, ja sogar das Problembewußtsein fehle über weite Strecken. Dabei sei ESG Realität und in ganz wenigen Jahren das zentrale Thema.

Einen interessanten Aspekt brachte am selben Abend der Münchner Bauträger Becken ein: Es seien weniger die Zinsen und auch nicht die wohl nie wieder auf das "Normalniveau" zurückkehrende Niveau der Baupreise, sondern vielmehr das mögliche Niveau der Rendite beim Verkauf, welches den Developern aktuell Sorgen machen würde. Hier sei man derzeit mehr oder weniger im Blindflug unterwegs.