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Immoflash

Kürzlich forderte das Beratungsunternehmen Mercer, die Veranlagungsgrenzen für Vorsorgekassen auszuweiten. Nun unterstreicht die fair-finance Vorsorgekasse diese Forderungen. „Eine Ausweitung der Veranlagungsgrenzen für Immobilien von derzeit 10 Prozent auf 25 Prozent erscheint uns ebenso sinnvoll, wie eine Erhöhung der Quote für sog. Alternatives, wie etwa Private Debt, Privat Equity, Mikrofinanz, Infrastruktur, etc. von derzeit 5 auf 15 Prozent“, wie Markus Zeilinger, Vorstandsvorsitzender und Gründer von fair-finance erklärt. Auch die restriktive Handhabung der Möglichkeit des Einsatzes von Derivaten zu Sicherungszwecken und zur Widmung von ausgewählten Anleihen zur Bewertung gemäß dem Held to Maturity-Prinzip, also frei von Kursschwankungen, ist einer optimalen Kapitalanlagestrategie hinderlich. Den von Mercer errechnete Effekt von 0,5 Prozent p.a. mehr Performance, der ohne Erhöhung des Risikos nur durch Öffnung der Grenzen für bestimmte Asset Klassen möglich wäre, hält Zeilinger für vorsichtig angegeben.

Obwohl sich der Kapitalmarktmarkt seit Einführung der Abfertigung Neu im Jahr 2002 massiv geändert hat, seien die gesetzlichen Veranlagungsgrenzen für Vorsorgekassen nicht angepasst. Hingegen hätten sich Pensionskassen über eine weitgehende Liberalisierung der Regelung freuen dürfen und Versicherungen hätten zumindest die Möglichkeit, auf fondsgebundene Lösungen auszuweichen. Vorsorgekassen seien de facto gezwungen, den Großteil der Gelder in Anleihen zu veranlagen, obwohl bekanntermaßen mit sicheren Staatsanleihen aber auch mit bonitätsstarken Unternehmensanleihen nur eine Negativrendite erwirtschaftet werden kann. Die Erhöhung des Aktienanteils zu Lasten von Anleihen sei zwar möglich, gehe aber mit einer massiven Ausweitung des Risikos einher. Da die Anwartschaftsberechtigen der Abfertigung Neu aber nicht den Auszahlungszeitpunkt frei wählen können und die durchschnittliche Veranlagungsdauer, die in der Regel der Beschäftigungsdauer bei einem Dienstgeber entspricht, mit drei Jahren vergleichsweise kurz ist, seien Aktien im Portfolio einer Vorsorgekasse in der Regel nicht sehr hoch gewichtet. Die gesetzlich verordnete Kapitalgarantie, die Zeilinger für vertrauensbildend und somit einen wichtigen Bestandteil der Abfertigung Neu sieht und mit seiner Vorsorgekasse fair-finance sogar um eine zusätzliche Mindestzinsgarantie ausweitet, verhindert zusätzlich das Ausnutzen der mit 40 Prozent des Portfolios großzügigen Aktienquote.

„Derzeit kommt es de facto zu einer tatsächlichen Einschränkung der Rendite durch die eng gefassten gesetzlichen Rahmenbedingungen für Vorsorgekassen“, so Zeilinger.