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Immoflash

Laut den Analysten von Raiffeisen Research bereitete die Rezession des Vorjahres dem Steigflug des österreichischen Wohnimmobilienmarktes kein jähes Ende, sondern befeuerte diesen nochmals. So legten die Preise von Wohneigentum im Gesamtjahr 2020 trotz oder vielmehr wegen der Pandemie um 7 Prozent p.a. zu. 2021 sei ein Preisanstieg auf dem österreichischen Wohnimmobilienmarkt zumindest auf Vorjahresniveau realistisch. „Die Zeichen stehen 2021 auf fortgesetzte Höhengewinne auf dem heimischen Immobilienmarkt, gleichzeitig wird die Luft damit aber nochmals dünner“, so Matthias Reith Senior Ökonom für die österreichische Volkswirtschaft und den Immobilienmarkt bei Raiffeisen Research. Im Corona-Jahr 2020 waren insbesondere Wohnungen mit Außenflächen gefragt, die „Balkonprämie“ ist leicht angestiegen. Profitiert hat zudem die „zweite Reihe“ der Bezirke, weniger die absolute Peripherie. „Im erweiterten Speckgürtel gelegen, überdurchschnittlich groß und mit Balkon oder Terrasse - so sah der idealtypische 'Corona-Profiteur' am österreichischen Wohnimmobilienmarkt im Jahr 2020 aus“, erklärt Casper Engelen, Ökonom für den österreichischen Wohnimmobilienmarkt bei Raiffeisen Research. Die preisliche Schere zwischen den Bundesländern ist dabei auch 2020 größer geworden, womit im Corona-Jahr eine gewisse Kontinuität gewahrt worden ist. Denn bereits zuvor galt: Ohnehin schon teures wird schneller noch teurer. Heißt: die preislichen Hotspots in Österreich verzeichneten in den letzten Jahren stärkere Preiszuwächse als die preislichen Nachzügler. „Divergenz statt Konvergenz war und ist das Motto innerhalb Österreichs“, folgert Engelen.