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Immobilienball 2023 -
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Wiens jährlich im Herbst veröffentlichte offizielle Beherbergungsstatistik gibt Auskunft darüber, wie sich das Hotel-, Zimmer- und Bettenangebot im Langzeitvergleich verändert. Nach Rückgängen im Jahr 2021 zeigt die Bestandsstatistik 2022, dass Wiens Bettenangebot im Vergleich zum Vorjahr wieder gestiegen ist und auch das Niveau 2019 bereits übertroffen wurde: In Summe werden 71.345 Betten in 36.710 Zimmern von 398 Hotelbetrieben verzeichnet. Dies sind um 13 Prozent mehr Betten (7.982 absolut) bzw. um 15 Prozent mehr Zimmer (4.875 absolut) als 2021. Die Zahl der Betriebe ist ebenso wieder gestiegen (+15 Prozent, absolut 51 Betriebe).

Vergleicht man diese Kennzahlen mit dem Vor-Pandemie-Jahr, so liegt die Anzahl der Betten nun um fünf Prozent (3.145 absolut), jene der Zimmer um sieben Prozent (2.460 absolut) über der Vergleichsmarke 2019. Lediglich die Anzahl der Beherbergungsbetriebe (2022: 398) erreicht das Niveau 2019 (422) vorerst noch nicht. Voraussichtlich bis 2025, so die Aufzeichnungen des WienTourismus, wird Wien durch bereits in Planung befindliche Projekte an den früheren Wert anschließen.

"Die Pandemie ist noch nicht ausgestanden, doch Wiens Städtetourismus hat heuer nach den Nächtigungseinbrüchen der vergangenen beiden Jahre sehr deutliche Erholungstendenzen gezeigt. Die aktuelle Beherbergungsstatistik spiegelt diese Entwicklung wider und zeigt, dass das Vertrauen in den Standort ungebrochen ist, Städtetourismus weiterhin zu den Stärkefeldern unserer Wirtschaft gehört und jene Maßnahmen, die wir in der Stadt zur Unterstützung unserer Visitor Economy gesetzt haben, zukunftsträchtige Investitionen waren. Wien bringt alle Voraussetzungen mit, seine führende Position als Tourismusdestination und Kongressmetropole in den kommenden Jahren weiter auszubauen", erklärt Wirtschaftsstadtrat Peter Hanke und Präsident des WienTourismus.

Interessant dabei: Die Betriebsgröße der Wiener Beherbergungsbetriebe ist - im Schnitt im niedrigen zweistelligen Bereich - gestiegen: Wies der durchschnittliche Hotelbetrieb im Jahr 2015 noch 149 Betten auf, so beträgt der entsprechende Wert für 2019 162 Betten, 2022 179 Betten und wird durch bereits angekündigte Neueröffnungen Ende 2023 bei 182 Betten liegen. "Größere Betriebe sind wirtschaftlich tragfähiger und damit langfristig auch widerstandsfähiger, im Gesamtportfolio ist es aber der Mix von Groß und Klein, der eine besondere Stärke der Destination ausmacht", erklärt Kettner. Mehr als die Hälfte (59 Prozent) des aktuellen Wiener Hotelbetten-Angebots sind dem Vier- bzw. Fünfstern-Bereich zuzuordnen. 2019 verfügte Wien über 22 Luxushotels, die Bestandsstatistik 2022 weist 23 aus. "Ein Asset für die Ansprache kaufkräftiger Zielgruppen, wovon Wiens gesamte Visitor Economy profitiert", erklärt Kettner.

Rechtsgrundlage der Beherbergungsstatistik ist die Tourismusstatistikverordnung. Teil dieser Verordnung ist die österreichweit einheitlich von jeder Gemeinde erhobene jährliche Bestandsstatistik. Das erhebende Organ in Wien ist die MA23.

Aktueller Bestand und Hotelprojekte findet man in der Vorschau hier