Logistikimmomedien.atimmoflash.at
/ Lesezeit 2 min
Wien: Logistikmarkt im Kaltstart
Umsatz sinkt auf 104.000 Quadratmeter
Der Wiener Industrie- und Logistikmarkt schaltet 2026 einen Gang zurück. Nach den expansionsgetriebenen Vorjahren steht die Branche nun vor einer strukturellen Korrektur. Laut aktuellen Daten des Vienna Research Forum (VRF) und Otto Immobilien sank der Flächenumsatz im Jahr 2025 auf 104.000 m² – ein Minus von elf Prozent gegenüber dem Vorjahr. Gleichzeitig wird erstmals eine Leerstandsquote von 4,0 % ausgewiesen, was den Übergang von der chronischen Flächenknappheit hin zu einem selektiven Mietermarkt markiert.
Besonders deutlich zeigt sich die Trendwende bei den Pipeline-Daten. Während 2025 noch massive 228.000 m² fertiggestellt wurden, schrumpft das Volumen für 2026 auf lediglich 79.000 m². Viele Entwickler haben angesichts der verhaltenen Nachfrage die Notbremse gezogen und Projekte in das Jahr 2027 verschoben. „Wir sehen aktuell eine klare Marktverschiebung. Das Angebot wächst schneller als die Nachfrage. Gleichzeitig werden Standortentscheidungen selektiver getroffen“, analysiert Eugen Otto, Geschäftsführer von Otto Immobilien.
Trotz des Angebotsüberhangs zeigen sich die Spitzenmieten im Neubau mit bis zu 7,75 Euro pro m² stabil. Druck verspüren hingegen ältere Bestandsobjekte in Randlagen. Anthony Crow, Abteilungsleiter bei Otto Immobilien, beobachtet eine neue Vorsicht bei den Unternehmen: „Die Nachfrage ist deutlich selektiver geworden. Viele Unternehmen verschieben Standortentscheidungen oder prüfen intensiver.“ Großabschlüsse über 10.000 m² blieben 2025 die Ausnahme; der Markt wird derzeit von kleinteiligen Anmietungen getragen.
Da Neuwidmungen auf der grünen Wiese politisch und ökologisch immer schwieriger werden, rückt das Flächenrecycling (Brownfields) ins Zentrum der Strategien. Die Grundstückspreise spiegeln diesen Mangel wider: Im Top-Segment Wien Süd werden weiterhin Spitzenwerte von rund 550 Euro pro m² erzielt. Alexandra Fischer, Teamleiterin Industrie & Logistik, sieht eine zunehmende Differenzierung: „Hochwertige Flächen in guten Lagen behaupten sich weiterhin, während weniger attraktive Objekte stärker unter Druck geraten.“
Für das restliche Jahr 2026 rechnet die Branche mit einer weiteren Marktbereinigung. „Die aktuelle Marktphase sorgt für mehr Realismus auf beiden Seiten“, resümiert Eugen Otto. Die neue Balance zwischen vorsichtigen Nutzern und adaptionsfähigen Entwicklern wird das laufende Geschäftsjahr maßgeblich prägen.
Besonders deutlich zeigt sich die Trendwende bei den Pipeline-Daten. Während 2025 noch massive 228.000 m² fertiggestellt wurden, schrumpft das Volumen für 2026 auf lediglich 79.000 m². Viele Entwickler haben angesichts der verhaltenen Nachfrage die Notbremse gezogen und Projekte in das Jahr 2027 verschoben. „Wir sehen aktuell eine klare Marktverschiebung. Das Angebot wächst schneller als die Nachfrage. Gleichzeitig werden Standortentscheidungen selektiver getroffen“, analysiert Eugen Otto, Geschäftsführer von Otto Immobilien.
Trotz des Angebotsüberhangs zeigen sich die Spitzenmieten im Neubau mit bis zu 7,75 Euro pro m² stabil. Druck verspüren hingegen ältere Bestandsobjekte in Randlagen. Anthony Crow, Abteilungsleiter bei Otto Immobilien, beobachtet eine neue Vorsicht bei den Unternehmen: „Die Nachfrage ist deutlich selektiver geworden. Viele Unternehmen verschieben Standortentscheidungen oder prüfen intensiver.“ Großabschlüsse über 10.000 m² blieben 2025 die Ausnahme; der Markt wird derzeit von kleinteiligen Anmietungen getragen.
Da Neuwidmungen auf der grünen Wiese politisch und ökologisch immer schwieriger werden, rückt das Flächenrecycling (Brownfields) ins Zentrum der Strategien. Die Grundstückspreise spiegeln diesen Mangel wider: Im Top-Segment Wien Süd werden weiterhin Spitzenwerte von rund 550 Euro pro m² erzielt. Alexandra Fischer, Teamleiterin Industrie & Logistik, sieht eine zunehmende Differenzierung: „Hochwertige Flächen in guten Lagen behaupten sich weiterhin, während weniger attraktive Objekte stärker unter Druck geraten.“
Für das restliche Jahr 2026 rechnet die Branche mit einer weiteren Marktbereinigung. „Die aktuelle Marktphase sorgt für mehr Realismus auf beiden Seiten“, resümiert Eugen Otto. Die neue Balance zwischen vorsichtigen Nutzern und adaptionsfähigen Entwicklern wird das laufende Geschäftsjahr maßgeblich prägen.
SP
AutorStefan Posch
Tags
Otto Immobilien
anthony crow
Eugen Otto
Logistikimmobilienmarkt
logistikmarkt
Analyse
Leerstandsquote
Logistik- und Industriemarkt
2026
Weitere Artikel