Geopolitik bremst UK-Immobilien
Savills-Analyse zeigt Rekordmieten trotz globaler Krisen
Die geopolitischen Spannungen rund um den Iran-Konflikt sowie das restriktive Kapitalumfeld dämpfen die Transaktionsaktivität am britischen Gewerbeimmobilienmarkt. Wie eine aktuelle Analyse von Savills belegt, agieren institutionelle Investoren derzeit abwartend. Dennoch bleibt die fundamentale Marktsituation zweigeteilt: Während die Investmentvolumina sinken, klettern die Büromieten in britischen Prime-Lagen aufgrund des knappen Angebots und einer robusten Mieternachfrage auf neue Höchststände.
Ein massiver Impuls kommt hingegen aus dem Wohnungsbau: Legal & General hat eine Strategie angekündigt, die jährliche Investitionen von über neun Milliarden Pfund in leistbaren Wohnraum in England vorsieht. Ziel ist die Realisierung von mehr als 80.000 Wohnungen pro Jahr, um der chronischen Unterversorgung des britischen Marktes mit institutionellem Kapital entgegenzuwirken.
Auch in Nordeuropa bleibt die Dynamik hoch. Europa Capital schloss im Auftrag von Mitsubishi Estate London den Verkauf der Stockholmer Büroliegenschaft „Sveavägen 32–36“ ab – ein Beleg für das ungebrochene Interesse an skandinavischen Core-Objekten. Parallel dazu etabliert sich Island als neuer Hotspot für Stadtentwicklung: Das Großprojekt „Keldur“ in Reykjavik wurde auf der Mipim 2026 international vorgestellt und bietet globalen Kapitalgebern umfangreiche Beteiligungschancen an einem der modernsten Quartiere Nordeuropas.
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